Neue Decals beim WPC 95. Anleitung mit Bildern und Materialien. Durch die Bildgröße zum besseren erkennen, ist eine etwas längere Ladezeit notwendig.

Zuerst die Backbox abschrauben und das Spielfeld herausnehmen. Dann arbeitet es sich leichter und man muss nicht auf den Schmutz und Staub aufpassen.

  

Die Siderails entfernen. Sie sind verklebt, sollten dann gereinigt und mit neuem Tesadoppelkleber versehen werden (dicke des Klebestreifens ca. 1mm). Vorsicht im hinteren Bereich sind sie genagelt.

  

Kassentüre und Knöpfe mit den Mechaniken entfernen, ebenfalls sämtliche Gehäuseschrauben, die sich auf den Decals befinden. Spielfeld gut und geschützt lagern.

  

Die alten Decals mit einem scharfen, breiten Messer vorsichtig in mehreren Bahnen abziehen (Zeit ca. 3 Stunden). Bei schwer ablösbare Stellen, einen Föhn benutzen. Die Decals zerfallen in zwei Schichten, das Farbmotiv und der Kleber selbst (weiser Untergrund). Alles bis auf das nackte Holz entfernen. Ich empfehle bei diesen Arbeiten, dass Gerät noch auf seinen Füssen zu lassen. Die alten Decals lösen sich nur schwer ab und es ist stabiler als z.B. das Gerät auf Böcke zu stellen.

   

Eventuelle Unebenheiten auf der zukünftigen Klebefläche (Gehäuse) mit Spachtel korrigieren. Ich benutzte hier von der Firma Glasurit eine Tube Universal Spachtel. Metall oder Kunststoffspachtel zu dem Auftragen verwenden.

  

Es müssen alle Unebenheiten auf dem Gehäuse entfernt werden. Bei den Teils schwarzen Decailsmotiven, sieht man jede kleine Macke oder Holzfaser die nicht bearbeitet wurde. Falls die Ecken, der Backbox beschädigt sein sollten, werden sie ebenfalls verspachtelt.

  

Bei meinem CC ist das Gehäuse sehr ramponiert. Alle Ecken müssen ausgebessert werden. Nach dem Abschleifen, (am besten einen Schwingschleifer verwenden), wird das Gehäuse mit Klarlack eingewalzt. Ich kaufte wieder von dem Hersteller Glasurit, diesmal einen Klarlack für den Innenbereich. Mein Tipp, einen matten Klarlack auftragen. Die Decals halten viel besser auf einer matten Oberfläche als auf einem glänzenden. Mit einer Schaumstoffrolle (ca.10 cm breit), ist es sehr einfach den Lack schön gleichmäßig aufzutragen. Trocknen lassen, dann mit einem 1400er Papier fein anschleifen. Nochmals Lackieren und wieder trocknen lassen, fertig.

  

Jetzt kommen die Decals an die Reihe. Bitte bei den großen Seiten zu zweit arbeiten. An dieser Stelle, vielen Dank an meine Frau, sie stand mir tatkräftig zur Seite. Niemals die Decals auf das Holz trocken aufkleben. Hier entstehen Blasen und sollte einen Korrektur notwendig sein, kann sie nicht mehr vorgenommen werden. Zuerst die Fläche, wo man bekleben will, mit einem Spülmittelwasser (z.B. Pril und Wasser zusammenrühren und in eine Sprühflasche leeren, Sprühflasche siehe oben auf dem rechten Bild) fein ansprühen. Jetzt versteht Ihr wahrscheinlich auch, warum ich das Gehäuse davor mit Klarlack eingewalzt habe. Ohne Klarlack, wäre das Holz aufgeweicht bzw. aufgequollen und nicht mehr zu verwenden gewesen. Ich habe mit der Vorderseite angefangen, muss aber nicht unbedingt sein. Das Kasseninnere (nicht bedruckte), wird mit einer Schere herausgeschnitten, lässt sich dann leichter ausrichten. Ebenfalls nach Abziehen der Schutzfolie des jeweiligen Decals, wird die Klebeseite, mit Spülmittelwasser fein einsprüht. Jetzt wird der Decal in Position gebracht (auf das Holz geklebt). Sitzt er richtig, wird mit einer Rakel (pinkfarbenes Teil auf dem rechten, oberen Bild) das Spülmittelwasser langsam und sehr behutsam aus den Zwischenräumen gezogen und gedrückt. Wenn nicht, kann er jederzeit noch mal abgezogen oder verschoben werden. Keine Angst, sobald das Spülmittelwasser zwischen Holz und Kleber herausgezogen und gedrückt wird, klebt der Kleber 100%. Immer in Richtung Ecken den Kleber fixieren bzw. mit der Rakel über den Kleber ziehen. Bei einer Ecke anfangen und sich auf die Fläche vorarbeiten. Wenn Blasen im Kleber sein sollten, mit der Rakel in die Richtung einer Ecke drücken. Dort kann das Spülmittelwasser gut entweichen und die Blase ist weg. 

  

Die Decals sind nicht zugeschnitten und müssen nach dem Klebevorgang erst einmal korrigiert werden. Die Eckkanten und Schraubenlöcher werden am besten mit einem scharfen Teppichbodenmesser entfernt. Für die Eckkanten die Klinge aus dem Messergehäuse entnehmen und mit beiden Händen schräg über die Ecken ziehen. So bekommen die Decals am Gehäuse eine optimale Kante und es sieht sauber aus. Wichtig, bevor der Schneidevorgang beginnt, sollten das Gehäuse über Nacht trocknen. Hier empfiehlt sich ein Heiz- oder Trockenraum (etwas wärmer als in einem normalen Raum sollte es sein).

  

Hier einige Bilder, wie ich vorgegangen bin. Obere Bilder zeigen die Backbox nach dem Klebevorgang. Im unteren linken Bild sieht man den Decal wie er gerade verklebt und noch nicht zugeschnitten wurde. Vorsicht, die Seitendecals sind bis auf eine paar Millimeter in der Breite schon zugeschnitten. Hier muss genau gearbeitet werden!

  

Nach dem trocknen können Schraubenlöcher ausgeschnitten und Flippernköpfe, Siderails ect. wieder angebracht werden.

  

Fertig! Sieht toll aus, oder?

Wichtig, da es die gleichen Decals (NOS) sind, ist die Qualität der Folien nicht besser als die der Originalen ab Werk. Beim öfteren entfernen der Beine, kann das gleiche Problem wieder entstehen (Risse bzw. Ablösungen). Deshalb habe ich beim anschrauben der Beine, den Flipper erst einmal auf den Böcken stehen lassen. Damit ist eine gleichmäßige Gewichtsverteilung gewährleistet und der Kleber wird an den Beinen nicht übermäßig belastet.

  

Arbeitszeit der Holzvorbereitung inkl. Beklebungen und kompletten Endmontage ca. 10 Std.

 Und hier ist er nun in voller Pracht.

  

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